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rheinische ART 11/2017

Archiv 2017

KURZ NOTIERT

 

Schwarzes Rechteck, rotes Quadrat

Foto © Achim Kukulies

 

 Gutachten Aus der Traum: Das 2014 der Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen geschenkte Malewitsch-Gemälde „Schwarzes Rechteck, rotes Quadrat“ ist eine Fälschung. Dies haben naturwissenschaftliche Materialuntersuchungen des Bildes durch zwei Expertenteams ergeben. Nach den Untersuchungen an Farbe und Leinwand durch die Gutachter kann das zunächst auf etwa 1915 datierte Bild „Schwarzes Rechteck, rotes Quadrat“ jedoch nicht vor 1950 gemalt worden sein (Siehe auch Handelsblatt v. 10.11.2017). Bei der Schenkung der Dr.Harald-Hack-Stiftung war eine Erforschung der Provenienz des 83 mal 58 Zentimeter großen Kunstwerkes durch die Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen vereinbart worden.
     „Das Werk kam als Schenkung einer Privatsammlung zu uns; es war ein großzügiges Geschenk aus bestem Wissen und Gewissen. Das Ergebnis der Gutachten trifft uns sehr. Aber andererseits wissen wir auch, dass Fälschungen bei Malewitsch leider keine Einzelfälle sind...“, sagte die Direktorin Susanne Gaensheimer. 2015 war die Schenkung mit einer Ausstellung gebührend „gefeiert“ worden (mehr).
     Eine C 14-Analyse der Gemälde-Leinwand hatte zunächst ergeben, dass das Fasermaterial nicht vor 1950, wahrscheinlich sogar erst zwischen 1972 bis 1975 entstanden ist. Weitere maltechnische Untersuchungen durch Experten der TH Köln sowie der Vergleich mit einem authentischen Malewitsch-Gemälde in den USA hatten gegen eine Echtheit des Düsseldorfer Gemäldes gesprochen. Das zweite Gutachten eines Labors an der Universität Kiel mit gezielter C 14-Analyse von Farbproben hatte ebenso gezeigt, dass das Bild „jünger als 1955“ sein muss und wahrscheinlich nicht vor den 1970er Jahren entstanden sein kann. Das unsignierte Gemälde war erstmals 1975 in einem Buch über Kasimir Malewitsch dokumentiert worden. rART

 

                     

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