rheinische ART
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rheinische ART 01/2023

KUNST IM ÖFFENTLICHEN RAUM
Wieder drei neue

 

Monheim kann´s! Wie ein kultureller Mehrwert eine Innenstadt attraktiver und lebenswerter macht, zeigt sie beispielhaft auf. Am Eingang des neu gestalteten Zentrums von Monheim am Rhein begrüßt jetzt eine Skulpturengruppe von Tony Cragg die Besucher. Sie ist Teil der stetig wachsenden Sammlung von Kunst im öffentlichen Raum der Kommune, die jüngst um drei Werke renommierter Künstler erweitert wurde; neben Tony Cragg bereichern Arbeiten von Jeppe Hein und Mischa Kuball die Innenstadt.

 

Tony Cragg Points of View Foto © Stadt Monheim/Achim Kukulies

 

Points of View Am Eingang von Monheims Neuer Mitte steht die Skulpturengruppe von Tony Cragg. Drei schlanke, dunkel gefasste Stelen ragen dynamisch in die Höhe und ziehen die Blicke am Platz auf sich.
     Die von Cragg für Monheim entworfenen Säulen aus Bronze sind jeweils rund fünfeinhalb Meter hoch. Sie sind in der Form eines Dreiecks angeordnet, im gleichen Abstand zueinander. Man kann und soll zwischen ihnen hindurchgehen und sie so von allen Seiten betrachten. Sie ragen empor, weiten und verjüngen sich geschwungen in alle Richtungen. Die Formen wirken fließend und gleichzeitig wie in der Bewegung eingefroren.
     Die Säulen fügen sich ein in die Werkgruppe der „Points of View“, die Cragg in immer neuen Ausprägungen seit 2002 entwickelt. Sie sind oft als Dreierkonstellation gruppiert, finden sich aber auch als einzelne Skulpturen. Jede von ihnen geht als Unikat zurück auf die detaillierte händische Konstruktion des Künstlers im Atelier. Die Monheimer „Points of View“ fügen sich harmonisch in die belebte Umgebung. Im Kontext des funktional gestalteten Busbahnhofs, der dichten Bebauung des Einkaufszentrums und der sich öffnenden Einkaufspassage bildet das Kunstwerk einen willkommenen optischen Kontrast. Es verleiht dem Ort einen gestalterischen Mehrwert, der keiner Funktion dient.

     Allein mit der Freude an der spannungsreichen, dynamischen Form setzt der Künstler der rigiden Architektur einen lebendigen Impuls entgegen und bereichert die Wahrnehmung der Passanten um immer neue Eindrücke und Perspektiven.

 

Jeppe Hein Playground Eierplatz Monheim Visualisierung © Jeppe Hein

 

Spielplatz und Wasserpavillon In Jeppe Heins großflächiger Installation verändern bunte Sitzbänke und Straßenlaternen skurril geschwungen ihre Form – sie wandeln sich zu Rutschen, Kletterobjekten und Schaukeln.

     Funktionale Objekte werden humorvoll und spielerisch umgedeutet und schaffen einen Ort, der seinerseits zum Spielen einlädt. Der farbenfrohe Spielplatz wird begleitet von einem Wasserpavillon, der ebenfalls begehbar ist: Die feinen Wände aus Wasser, die sich im Wechselspiel heben und senken, verlocken dazu, sich zwischen ihnen zu bewegen. Gerade im Sommer ein besonderer Spaß. Das Spiel mit dem Wasser kitzelt die Nerven und verwandelt das Kunstwerk automatisch in einen Ort der Kommunikation. Mit dem Ensemble aus Spielplatz und Wasserpavillon schafft Jeppe Hein einen Anziehungspunkt und Begegnungsraum für Menschen aller Generationen.
     Jeppe Hein experimentiert mit seinen interaktiven Kunstwerken mit räumlichen und gesellschaftlichen Grenzen. Seine technisch ausgeklügelten und minimalistisch wirkenden Objekte stehen nicht nur für sich selbst, es geht ihm immer auch um die Erlebbarkeit des Kunstwerks. Seine Kunst fordert die Nähe und die Aktivität des Publikums heraus, erst im Dialog mit dem Betrachter vervollständigen sich seine Installationen immer wieder aufs Neue. Der „Playground Eierplatz Monheim“ begeistert dabei vor allem Kinder, die so automatisch und spielerisch in Berührung mit Kunst kommen.

 

Mischa Kuball monheim_cube Foto © Achim Kukulies

 

monheim_cube Wo sich Menschen begegnen, entstehen Verbindungen. Mischa Kuball bringt die Passanten durch Kunst zusammen. Auf dem Boulevard zwischen Busbahnhof und Eierplatz positionierte der Künstler seine begehbare Licht- und Klanginstallation „monheim_cube“.

     Weithin sichtbar leuchtet das Kunstwerk von Kuball. Der „monheim_cube“ besteht aus einem begehbaren Kubus aus weißen Leuchtröhren. Seine Grundform ist ein paar Schritte weiter als Quadrat in den Boden eingelassen. Die Lichtinstallation reagiert interaktiv auf die Bewegung der Passanten: Über Sensoren gesteuert, leuchtet sie heller, je mehr man sich nähert und entfaltet eine ganz eigene symbolische Kraft. Mit einfachen geometrischen Formen und sparsamen Mitteln erzeugt Kuball so eine komplexe, sinnliche Erfahrung im Herzen von Monheim Mitte.
     Den Fußgängern bietet das Kunstwerk ein einzigartiges Erlebnis: Über ihr Gehen steuern sie die Erscheinung und den Klang des zentralen Lichtwürfels. Damit werden sie Teil des künstlerischen Prozesses und machen die Stadt zu ihrer eigenen Bühne.

 

Mischa Kuball monheim_cube Foto © Achim Kukulies

 

Begleitet wird die zentrale Arbeit von drei Lichtsegmenten, die sich an Standorten außerhalb der Stadtmitte befinden. Zusammengefügt bilden diese Segmente die Form des Kubus, einzeln verweisen sie als leuchtende Fragmente über zentrale Verkehrsachsen zur Arbeit in der Stadtmitte und schaffen so eine künstlerische Verbindung zwischen Peripherie und Zentrum.

     

Durch das vielseitige Engagement in allen Sparten ist Monheim am Rhein mittlerweile über die Stadtgrenzen hinaus als Kulturstandort bekannt. Dabei sorgt insbesondere die Kunst im öffentlichen Raum auch überregional für Gesprächsstoff und bringt ein interessiertes Publikum in die Stadt.

     Kunstwerke wie beispielsweise der „Monheimer Geysir“ von Thomas Stricker oder die „Leda“ von Markus Lüpertz haben sich mittlerweile zu Wahrzeichen der Stadt entwickelt. Um die Begegnung mit Kunst im Alltag zu ermöglichen, widmet sich die Stadt gezielt dem Aufbau einer Sammlung von Kunst im öffentlichen Raum.
rART

 

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