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rheinische ART 01/2016

Archiv 2016 

LUMIÈRE LONDON
(Late) Night Show


Die britische Hauptstadt erstrahlt! Wenn auch nur für vier Nächte. London veranstaltet erstmals ein eintrittsfreies Outdoor-Festival nur mit Licht. Zu dem Kultur-Event Lumière London werden rekordverdächtige Besucherzahlen erwartet.

 

Patrice Warrener The Light of Spirit, Installation Nr. 13 Trafalgar Square/ Westminster Foto © Lumière London/ Artichoke 2015

 

Genau zu den Tagen, an denen sich die typische Januar-Tristesse mit Regen, Nebel und Dunkelheit auf die Seelen Londoner Residenten und Besucher legen mag, sorgt die Stadt mit einer peppigen Lichtmärchenschau für Erbauung.

 

Janet Echelman/ Studio Echelman 1.8 London, Installation Nr. 6, Piccadilly/ Regent St/ St. James`s Foto © Lumière London/ Artichoke 2015

 

30 Leuchtorte Ein atemberaubendes Aufgebot an Lichtinstallationen lässt Europas Finanzmetropole Nummer Eins in neuem Licht erscheinen. Von heute Abend bis Sonntagnacht illuminieren an 30 urbanen Orten Lichtschauspiele die städtische Architektur – London mal ganz anders.
     Eine stattliche Zahl britischer und internationaler Künstler hat sich dem Werk verschrieben. In vier Bezirken tauchen sie London-City in attraktives, geheimnisvolles Licht: in Teilen des Edelviertels Mayfair, in Piccadilly, Regent Street & St. James´s, am Trafalgar Square und in Westminster sowie im Bezirk King´s Cross werden zur selben Zeit die öffentlichen Beleuchtungen gedimmt und die teils farbenprächtigen Schauinstallationen in Szene gesetzt. Einige davon sind so klein wie eine Telefonzelle, andere nehmen ganze Straßenzüge ein.
     Eine organisatorische, dramaturgische und inszenatorische Meisterleistung. Das scheinen auch die Organisatoren genau zu wissen. Selbstbewusst heißt es, dass die „Veranstaltung den Ruf von Lumière London als das tonangebende Outdoor-Lichtfestival untermauert, das bestehende Lichtfestivals in Lyon, Berlin und Sydney in den Schatten stellt.“

 

Deepa Mann-Kler Neon Dogs, Installation Nr. 12, Trafalgar Square/Westminster Foto © Lumière London/ Artichoke 2015

 

Das kann durchaus funktionieren. Der leitende Organisator ist „Artichoke“, eines der führenden Kreativunternehmen des Landes, das als Wohltätigkeitsinstitution registriert ist und vom Arts Council England finanziert wird. Der Event-Anbieter, erst 2005 gegründet, hat sich in der Hauptstadt bereits einen Namen gemacht, als er mit einer Straßen-Performance in der Metropole mehrere Hunderttausend Menschen bewegte.

 

Julian Opie Shaida Walking, Installation Nr. 4, Piccadilly/ Regent St/ St. James`s Foto © Lumière London/ Artichoke 2015

 

In Sachen Licht-Technik und Event konnte „Artichoke“ Erfahrungen im nordenglischen Durham und anderenorts sammeln. In Durham, dem kleinen aber außerordentlich feinen Universitätsstädtchen mit der renommierten Hochschule, liegen die eigentlichen Wurzeln der kunstvollen Lichterschau. 2009 bot „Artichoke“ in der ehemaligen Bergwerksortschaft ein erstes Lichtfestival. Gut 75.000 Besucher, nur wenig mehr als die Kommune Einwohner zählt, genossen damals die nächtlichen Aufheiterungen. Seither wird dort die Schau von Durham County Council und „Artichoke“ alle zwei Jahre erneut veranstaltet. Im November 2015 kehrte das Festival zum vierten Mal nach Durham zurück und lockte geschätzte 200.000 Besucher in die Stadt.

 

Ocubo Circus of Light, Installation Nr. 27 King´s Cross Foto © Lumière London/ Artichoke 2015

 

In London, so lassen die Erwartungen der Veranstalter erkennen, sollen es natürlich mehr als eine Million nächtliche Besucher werden. Alles andere wäre für die Metropolregion an der Themse auch kaum denkbar. Zumal der Besucher entspannt und ohne Ticket durch die Installationen und Farbwunderwelten flanieren kann. Was er da zu sehen bekommt, hat was.

     Der französische Lichtkünstler Partice Warrener „bemalt“ zum Beispiel mit seinem Chromalith-Illuminationssystem in einer elektrischen Farborgie das Westportal der Westminster Abbey. Die Arbeit titelt „The Light of the Spirit“ und erleuchtet die zehn steinernen Märtyrer des 20. Jahrhunderts über der Great West Door, darunter Martin Luther King, Dietrich Bonhoeffer und der salvadorianische Bischof Oscar Romero, sowie Teile der Western Towers.

 

NOVAK 195 Piccadilly, Installation Nr. 7, Piccadilly/ Regent St/ St. James`s Foto © Lumière London/ Artichoke 2015

 

Das Gebäude der British Academy of Film and Television Arts (BAFTA) ist Schauplatz einer Installation mit dem Namen "195 Piccadilly", der Adresse der Academy. Mit einem dynamischen Technicolor-Kunstwerk des „motion design“-Spezialisten Studio NOVAK, Newcastle, wird die Charakteristik des Hauses - einst Heimstätte der Royal Society of Watercolour Painters - dargestellt. Bilder verschiedener Genres der Film- und Fernsehbranche aus dem BAFTA-Archiv, unterlegt mit einem imposanten Soundtrack, verwandeln die Fassade in ein kurzweiliges optisches Geschichtsbuch der Film- und Fernsehindustrie.

 

TILT Garden of Light, Installation Nr. 1, Piccadilly/ Regent St/ St. James`s Foto © Matthew Andrews/ Lumière London/ Artichoke 2015

 

Weitere Highlights der Londoner "(Late) Night Show" sind LED-Strichmännchen auf dem Dach des Liberty House in der Regent Street, eine animierte Projektion eines lebensechten Elefanten, leuchtende Skulpturen aus tausenden recycelter Plastikflaschen in den Brunnen des Trafalgar Square. Und wer die Anmutung von Tropenflora im kalten Insel-Winter sucht, sollte zum „Garden of Light“ in Leicester Square wandeln, wo riesige beleuchtete Pflanzen für Stimmung sorgen. King´s Cross wiederum bietet mit „Circus of Light“ eine magische Projektion des portugiesischen Unternehmens Ocubo mit dem Themenkomplex Zirkus, Akrobaten, Jongleure und Tänzer. Wie gesagt – London einmal ganz anders!
rART


Lumière London – See the City in a new Light wird vom 14. bis zum 17.Januar 2016 veranstaltet.
Täglich 18.30 – 22.30 Uhr

 

 

 

 

 

 

 

 


  

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ACKERMANN

 

24.03. - 06.05.2017
 

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