rheinische ART
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rheinische ART 12/2016

Archiv 2016

KURZ NOTIERT

 Der Hai hängt Die neue „Bürgerliche Kunstkammer“ im Aachener Suermondt-Ludwig-Museum hat jetzt einen ausgestopften Hai. Nein, Damien Hirst war nicht vorbeigekommen, aber das war es, was in der „Wunderkammer“ noch gefehlt hatte.

 

Foto © Andreas Hermann/Stadt Aachen


Denn im Suermondt-Ludwig-Museum wird zurzeit ein ganz ungewöhnlicher Ausstellungsraum hergerichtet. Er ist ein Hort für die vielen kostbaren, aber auch wunderlichen Dinge, die Aachener Bürger seit den Anfangszeiten des Museums im 19. Jahrhundert zusammengetragen und der Stadt geschenkt haben. Nur ein Hai fehlte noch – und musste unbedingt her. Denn ausgestopfte Haie und Krokodilpräparate gehören zum obligatorischen Bestand historischer Kunst- und Wunderkammern, die Pate gestanden haben für die Aachener Ausstellung.
     Michael Rief, Kustos der städtischen Sammlungen im Suermondt-Ludwig-Museum, ist dieses außergewöhnliche Exponat zu verdanken. Bei dem Haifisch handelt sich um ein 220 Zentimeter langes Exemplar des Kleinen Schwarzspitzenhais (Carcharhinus limbatus), den Rief über einen österreichischen Tierpräparations-Betrieb bezogen hat. Die Hai-Präparate, die diese Firma anbietet, stammen aus Südafrika und unterliegen einer strengen Kontrolle durch das „KwaZulu-Natal Sharks Board Maritime Centre of Excellence“ (KZNSB). Sie stammen von Haien, die sich in den Küstenschutznetzen vor Badestränden verfangen haben und dort verendet sind. Nur gegen Nachweis über den Verbleib der präparierten Haie kann die Firma neue Hai-Kadaver vom KZNSB als Ersatz anfordern. 
     Jetzt hängt der Hai – und zwar von der Decke. Die Kunst- und Wunderkammer öffnet am 07. Dezember 2016.

ruwoi

 

 

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