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rheinische ART 08/2016

Archiv 2016

25 JAHRE LUDWIG FORUM AACHEN
Kunst rund um die Welt


Mit dem schönen Wortspiel „In 86 Tagen um die Welt – Highlights der Sammlung Ludwig“ zeigt das Aachener Ludwig Forum 86 Tage lang seine Ikonen, die es in einem Vierteljahrhundert Existenz zusammengetragen hat. Es ist ein Potpourri von bildender Kunst der Extraklasse.

 

Eric Fischl Cargo Cults, 1984, Öl auf Leinwand, Foto: Anne Gold / Ludwig Forum Aachen © Eric Fischl

 

Ob die Kuratoren bei der Titelwahl an den Schriftsteller Jules Verne und seinen ähnlich klingenden Roman dachten und das Ganze auf die Laufzeit der eigenen Schau projizierten, ist möglich. Auf jeden Fall gut gewählt. Denn anlässlich des Jubiläums „25 Jahre Ludwig Forum Aachen“ versammelt die Ausstellung Kunstwerke aus Ländern rund um den Globus.

     Die hochklassige Ausstellung spiegelt im gewissen Sinne auch das Lebenswerk des großen Mäzenaten-Paares Irene und Peter Ludwig (mehr). Ihr ideelles und finanzielles Engagement bildete den Grundstein für den Aachener Kunsthybrid Ludwig Forum für Internationale Kunst aus Museum und Veranstaltungsforum - mit einem seinerzeit völlig neuen innovativen Konzept und einem multidisziplinären Programm. Konzeption und Programmatik wurden auch in anderen Einrichtungen, die unter dem Namen Ludwig in vielen Teilen der Welt ins Leben gerufen wurden, übernommen (mehr).

 

Fang Lijun Gruppe 1, Nr 2 Foto: Anne Gold / ©Ludwig Forum Aachen

 

Belkis Ayón Sin titulo (Sikán mit Geist und Schlange) 1993/1994, Foto: Anne Gold, Ludwig forum Aachen, © Belkis Ayón

 

Eric Bulatov Sonnenaufgang oder Sonnenuntergang, 1989, Foto Carl Brunn, Ludwig Forum Aachen, VG Bildkunst Bonn, 2016

 

Highlights Bedeutende Signalwerke der Pop Art, des Hyperrealismus, der Graffitiszene sowie spannende Arbeiten von Künstlern aus Afrika, Europa, den USA, Lateinamerika und Asien repräsentieren in der Schau das international gefächerte Panorama der Kunst, für das der Name „Ludwig Forum“ bekanntermaßen steht (mehr).

     Einzelne Exponate rufen Erinnerungen an umfassende Großprojekte früherer Jahre zur Kunst aus Afrika, Kuba und China wach. Wie etwa die Arbeiten des chinesischen Künstlers Fang Lijun, der dem "zynischen Realismus" zuzuordnen ist.

     Diese Ausstellungsprojekte waren pionierhafte Beiträge zur Wertschätzung fremder Kulturen. Sie zeugen von der Programmatik des Ludwig Forum, die treibenden Kräfte einer weltumspannenden künstlerischen Kreativität vorzustellen und bekannt zu machen.


Andere Arbeiten wie etwa der Übergang von A. R. Penck, der Jahrhundertschritt von Wolfgang Mattheuer, Sonnenaufgang oder Sonnenuntergang von Eric Bulatov und Mehrere Glasnosts von Dimitrij Prigov stehen für die programmatischen Gegenüberstellungen von Ost- und Westkunst, die das Haus vor dem Hintergrund des Zusammenbruchs der jahrzehntelang bestehenden Ost-West- Konfrontation Europas immer wieder inszenierte. Erinnert sei hier an die interessante Exposition „Ostwärts“ aus dem letzten Jahr, in der die „linientreue Kunst“ unter dem roten Stern thematisiert wurde (mehr).

     Ausstellungsplakate und digitale Fotos sowie ein Zeitstrahl auf der langen Wand vor dem Lichtturm, der sämtliche Ausstellungen des Hauses seit 1991 aufführt, komplettieren die Ausstellung.

 

Eröffnung des Ludwig Forums am 27.06.1991. Aachens Oberbürgermeister Jürgen Linden, das Ehepaar Ludwig und Bundespräsident Johannes Rau (v.l.n.r.) vor der Bronzeplastik „Naht (Brandenburger Tor – Weltfrage)“ von Jörg Immendorff (mehr). © Stadt Aachen Presseinfo, 25 Jahre Ludwig Forum, Foto Heinz Lohmann

 

Historischer Rückblick Mit einer zweiten Jubiläumsschau erinnert das Haus gleichzeitig an die spannende und ereignisreiche Gründungsphase des Museums. Das aktuelle Forschungsprojekt Plattform Aachen beleuchtet mit „Das Ludwig Forum: Idee, Planung, Realisierung“ den Entwicklungsprozess, der der Eröffnung des Museums im Jahre 1991 vorausging. Denn die Historie des Ludwig Forums begann nicht erst vor 25 Jahren. Bereits 1969 hatte der Sammler Peter Ludwig seine Idee öffentlich geäußert, dass Aachen einen neuen Museumsbau brauche, um die Kunstschätze der Stadt angemessen zu präsentieren.

 

Peter Ludwig mit der Arbeit Erde, Mond und Sonne von Nam June Paik 1991 © Stadt Aachen , 25 Jahre Ludwig Forum, Foto Heinz Lohmann

 

Ludwigs Rede vor dem Museumsverein entfachte eine Diskussion, die letztlich zwei Jahrzehnte lang die Kulturszene, die Lokalpolitik und die Öffentlichkeit Aachens beschäftigte. Es war ein zähes Ringen, Museen werden weder heute noch wurden sie damals selbstverständlich gebaut. In Aachen entschied sich die Lokalpolitik erst für einen Museumsneubau an der Monheimsallee, letztlich aber auf den Umbau der Schirmfabrik Emil Bauer und Co. an der Jülicher Straße umschwenkte.

     Der Rückblick bietet selten gezeigte Architekturpläne, Skizzen und Fotos. Zeitungsartikel illustrieren und dokumentieren sowohl den nie realisierten Neubau als auch die spektakulären Umbauarbeiten am heutigen Haus, für den Teile des historischen Fabrikgebäudes vollkommen entkernt wurden.
rART/ruwoi

 

Die Ausstellungen „In 86 Tagen um die Welt – Highlights der Sammlung Ludwig“ und „Plattform Aachen. Das Ludwig Forum: Idee, Planung, Realisierung“ laufen bis zum 25. September 2016.
Ludwig Forum
Jülicher Straße 97-109
52070 Aachen
Tel 0241- 1807104
Öffnungszeiten
DI, MI, FR 12 - 18 Uhr
DO 12 - 20 Uhr
SA, SO 11 - 18 Uhr.

 

 


  

LOST

IN 
NOTHINGNESS

 

SANDRA 

ACKERMANN

 

24.03. - 06.05.2017
 

GALERIE VOSS

 


 

 

 

 

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