rheinische ART
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rheinische ART 12/2016

Archiv 2016

LEHMBRUCK MUSEUM
Neuaufgestellt!

 

Lange verhielt es sich ruhig und kämpfte mit Sanierungsfällen baulicher wie finanzieller Natur: das Lehmbruck Museum in Duisburg. Nun aber scheint es wieder Tritt gefasst zu haben und kündigt seine Rückkehr auf die Bühne der Kunstmuseen mit der Ausstellung „Neuaufgestellt!“ an.

 

"Neuaufgestellt! Präsentation der Sammlung" Blick in die Ausstellung im Lehmbruck Museum Duisburg. ©Foto Museum


Es ist ein Blick auf die eigene Sammlung, die jetzt in der wiederhergestellten Architektur umfänglich präsentiert wird. Und dieser Blick lohnt sich, denn er beweist, dass auch an diesem Museum – das immerhin den Namen des großen Bildhauers Wilhelm Lehmbruck (mehr) trägt – weder die internationalen Kunstströmungen noch die großen Künstler vorbei gingen.

 

Anish Kapoor White Dark V 1998, © VG-Bildkunst, Bonn 2016, Foto Lehmbruck Museum 

 

Nun also sind „Meilensteine der Kunstgeschichte von der Arte Povera über Minimal Art bis zur Pop Art sowie Meisterwerke des Expressionismus“ im 1987 eingeweihten Neubau zu sehen. Mit der Wiedereröffnung des markanten Erweiterungsbaus sei das Museum „ ... nun wieder mit allen Gebäudeteilen erlebbar“, teilt das Haus mit.
     „Darauf haben wir lange gewartet“, so der Kulturdezernent der Stadt Duisburg,Thomas Krützberg. „Ich bin froh, dass das Lehmbruck Museum seine außerordentliche Sammlung nun wieder im ganzen Gebäude zeigen kann. Viele Bürger werden, ebenso wie ich, begeistert sein, wenn sie das Ergebnis der Neupräsentation in den Räumen sehen, die seit Jahren der Öffentlichkeit entzogen waren.“
     Auch Museumsdirektorin Söke Dinkla zeigt sich zufrieden: „Mit viel Engagement und vereinten Kräften des gesamten Museumsteams ist es uns gelungen, die Räume so einzurichten, dass wir rund 100 Kunstwerke mehr zeigen können als bislang. Unsere Besucher werden sich sicher über die Meisterwerke des Expressionismus ebenso freuen wie über die neu gewonnene Offenheit der Ausstellung.“

 

Erich Heckel Windmühle in Dangast, 1909, Öl auf Leinwand, © Nachlass Erich Heckel, Hemmenhofen, Foto Bernd Kirtz

 

Und was erwartet den Besucher? Raumgreifende Installationen, ikonische Skulpturen und Objekte mit Hauptwerken der Arte Povera von Jannis Kounellis, der Minimal Art mit Donald Judd und als Gegenpol Andy Warhol mit seiner berühmten „Brillo Box“ zeigen exemplarisch die wichtigsten Bewegungen der Kunstgeschichte der sechziger Jahre. Ein eigener Bereich ist Joseph Beuys (mehr) und seinem Umkreis um 1970 gewidmet. Prominent präsentiert sind bedeutende Werke von Anish Kapoor und Frank Stella.
     Das Modell des Duisburger „Lifesaver“-Brunnens von Jean Tinguely (mehr) und Niki de Saint Phalle (mehr) zeigt spielerische Freude an Mechanik und Bewegung ebenso wie die drehbare Henry Moore-Bronze oder das Schaukelpferd des Medienpioniers Nam June Paik. Auch der beliebte Raum von Christian Boltanski ist wieder zugänglich – ein Archiv der Lieblingsstücke von Duisburger Kindern.

 

Christian Boltanski Réserve des enfant de Duisburg, Foto Lehmbruck Museum, Dejan Saric 


In den oberen Galerieräumen, deren offene Raumstruktur nun wieder hergestellt ist, sind Meisterwerke der Gemäldesammlung, darunter Arbeiten der Künstlergruppen „Brücke“, „Blaue Reiter“ und „Novembergruppe“. Bedeutende Werke von Karl Schmidt-Rottluff, Erich Heckel, Emil Nolde, Max Pechstein und Ernst Ludwig Kirchner, die Kunstgeschichte geschrieben haben, werden von Grafiken und Skulpturen begleitet.
 

Otto Mueller (mehr) Paar in Kaschemme, 1921-22, Foto Lehmbruck Museum, Jürgen Diemer 

 

- Die neue Ausstellungsarchitektur ist hervorgegangen aus einer Veranstaltung der Hochschule Bochum, Fachbereich Architektur. Das Stegreif-Konzept von Daniel Spievak bildet die Grundlage der Ausstellungsarchitektur, die unter der Leitung der Architekten Dipl.-Ing. Agnes Brigida Giannone und Dipl.-Ing. Frank Lohner (LHVH Architekten BDA) als ARGE LEHMBRUCK realisiert wurde.

 

- Das Programm International Museum Fellowship der Kulturstiftung des Bundes ist im Lehmbruck Museum dem Thema audience development in theoretischer und praktischer Hinsicht gewidmet. Hierzu heißt es: „Im 21. Jahrhundert können sich Museen nicht mehr auf das Ausstellen und das akademische Sprechen über Kunst beschränken. Vielmehr hat sich das Wesen des Museums von der 'Wunderkammer' zu einem Treffpunkt für sozialen, intellektuellen und interaktiven Austausch hin verschoben. Das heißt, dass die Besucher mithilfe verschiedener Techniken zum „Andersdenken“ angeregt werden.“
     Als  International Fellow ist Clara Wanatirta, geboren in Indonesien, seit Mai 2016 im Lehmbruck Museum tätig. Sie hat fünf Jahre in New Yorker Museen Erfahrungen gesammelt, unter anderem  im berühmten Solomon R. Guggenheim Museum.
 
- Die Angebote des Open space in der Neupräsentation richten sich an das Publikum ohne Expertenwissen. Einfache Mittel, wie Ruhezonen, Bücher und künstlerisches Material, regen die Besucher dazu an, ihre Gedanken und Gefühle auszudrücken. Zusätzlich gibt es ein interaktives Element innerhalb der Ausstellung selbst. Die Besucher können sich für einige von den Künstlern unbenannte Kunstwerke selbst Titel ausdenken. Hierdurch erhalten sie die Möglichkeit, ihre eigene Kreativität einzubringen. Dinkla freut sich über das neue Angebot in der Mitte des Museums: „Open space ist ein Raum für das Experiment mit einfachsten Mitteln. Es macht unsere Besucher zu Produzenten, sie können dem Gesehenen etwas Eigenes hinzufügen.“
rART/ruwoi

 

Die Neupräsentation der Sammlung ist ab dem 03. Dezember 2016 geöffnet.
Lehmbruck Museum
Friedrich-Wilhelm-Straße 40
47051 Duisburg
Tel. 0203 / 283-3294 oder -2630
Öffnungszeiten
DI - FR 12 - 17 Uhr
SA + SO 11 - 17 Uhr

 





 


  

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