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rheinische ART 10/2016

Archiv 2016

GLASKUNST
Zurück aus Japan

 

Die Glassammlung Gerda Koepff mit Meisterwerken des Art Nouveau ist nach 18 Monaten Tournee durch japanische Museen im September wieder in Düsseldorf eingetroffen. Mit dieser und der Sammlung Helmut Hentrich besitzt das Glasmuseum Hentrich nach eigenen Angaben eine der größten und bedeutendsten Jugendstil-Glassammlungen der Welt.

 

Schale mit Bronzemontierung, Ernest Leveillé, Paris, vor 1880. Glasmuseum Hentrich, Vermächtnis Gerda Koepff (LP 2009-18). Foto: Studio Fuis, Köln

 

Vase mit Kuckuck und Blüten, Emile Gallé, Nancy, um 1899/1900. Glasmuseum Hentrich, Vermächtnis Gerda Koepff (LP 2009-46). Foto: Studio Fuis, Köln

 

Die Werke der Sammlung Koepff sind im Ehrenhof jetzt wieder dauerhaft ausgestellt. In Japan wurden seit April 2015 die Glasobjekte in verschiedenen Museen von insgesamt 146.000 Besuchern gesehen. Die Zahl unterstreicht einmal mehr das Interesse der Japaner an europäischer Kunst und ihre Epochen.
     Seit den 1960er-Jahren hat Gerda Koepff (1919–2006) Glaskunst der Jugendstilzeit aus Frankreich gesammelt. Was als Dekoration für ihr Zuhause seinen Anfang nahm, fand bald ihr spezielleres Interesse als sie begann, das Auge für die Unterschiede in der Qualität zu entwickeln. Ebenso wie Helmut Hentrich (mehr), der Mäzen, nach dem das Glasmuseum Hentrich benannt ist, hatte Koepff den Reiz und die Kostbarkeit der Art Nouveau-Glaskunst sehr früh entdeckt.

     Nicht nur die Werke von Emile Gallé, der freilich mit Spitzenstücken in ihrer Sammlung vertreten ist, sondern auch die von weniger populären Firmen und Künstlern wie Daum in Nancy oder Eugène Michel in Paris begeisterten sie. 1998 wurde ihre Sammlung im Kunstmuseum der Stadt Düsseldorf ausgestellt und bald darauf sicherte die Sammlerin dem Haus das Vermächtnis dieser Werke zu.

 

Im April 2015 startete die Ausstellungstournee durch Japan in Sapporo, der Hauptstadt von Hokkaido, der nördlichsten Hauptinsel Japans. Das Hokkaido Museum für Moderne Kunst ist erst in den 1970er-Jahren gegründet worden, einer der Schwerpunkte des Museums ist seine Glassammlung. Die Schau ging anschließend nach Tokio in das Shiodome Museum des Panasonic-Konzerns. Panasonic hatte an allen Ausstellungsstandorten besonders innovative Beleuchtungssysteme zur Verfügung gestellt, so dass zum Beispiel einige der Werke in langsam sich veränderndem Auf- und Durchlicht erlebt werden konnten.
     Der Ausstellungsreigen setzte sich über Nagoya – im Matsuzakaya Kunstmuseum sahen 38.000 Besucher die Ausstellung – und das Stadtmuseum in Fukuoka fort, wo die Glasobjekte mit japanischen Kunstwerken aus der eigenen Sammlung zusammengestellt wurden und somit der Wert des japanischen Vorbildes für die Art Nouveau-Glaskunst deutlich wurde. Anschließend waren die Gläser im Hagi Uragami Museum zu sehen, das auf Keramik spezialisiert ist, und zuletzt im Kunstmuseum von Kochi.

 

 Das Glasmuseum Hentrich unterhält seit Jahrzehnten beste Beziehungen zu japanischen Institutionen. Ähnliche Wanderausstellungen in Japan gab es bereits 1987 („2500 Jahre Glaskunst aus der Sammlung des Kunstmuseums Düsseldorf“) und 1991/92 („Glas: Art Nouveau und Art Déco“). Umgekehrt kam 1993 die Ausstellung „Neues Glas in Japan“ nach Europa. Schließlich erfolgte 1997–1999 eine umfangreiche Kooperation über drei Kontinente hinweg, und zwar zwischen Düsseldorf, Corning (USA) und Sapporo für die Wanderausstellung „The Glass Skin“ mit zeitgenössischer Glaskunst.
rART/bra

 

Glasmuseum Hentrich
Stiftung Museum Kunstpalast
Ehrenhof 4 – 5
40479 Düsseldorf
Öffnungszeiten
DI – SO 11 – 18 Uhr
DO 11 – 21 Uhr


 

 

 

 

 


  

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